by daniel
on Dec 04, 2009
Minaretverbot unfair?!

In der Schweiz ist ja jetzt eine Volksabstimmung zu gunsten des Minaretverbots ausgegangen. Nicht gerade, was ich erwartet hätte. Erwarten konnte man aber die Diskusionen im Anschluss.

Zunächst finde ich, das es für ein Land mit Religionsfreiheit jede Religion ihren Glauben frei leben sollte. Christen stellen Kirchtürme mit ihren lauten Glocken hin und Muslime stellen Minarete mit lauten Gebetsrufern hin. Obwohl hier die Moscheen schon eine Einschränkung gegebüber Kirchen haben. Keiner stört sich and den lauten Glocken, die gehören schon dazu. An jemanden der von einem Minaret zum Gebet aufzuft stört man sich aber. Was ist der Unterschied? Ich glaube es ist die Kultur und Gewohnheit.

Im Grunde haben beide formen (Kirchenturm und Glocken sowie Minaret und Gebetsruf) das selbe Ziel: Gläubige (Christen oder Muslime) zum Gebet zu sammeln (Die Kirchenglocke hat zudem auch noch die Funktion der Zeitansage was in der Heutegen Zeit nicht mehr nötig währe, denn man hat ja Armbanduhren).

Aus religiöser Sicht ist also ein Minaretverbot nicht zu Rechtfertigen. Zumal die meisten Schweizer sowieso nicht sehr Religiös sind. Meines Erachtens ist es mehr die Angst vor Übernahme, die die meisten dazu bewegt habet für das Verbot zu stimmen. Das die muslimische Bevölkerung in der Schweiz deswegen abnehmen wird, das mag ich zu bezweifeln!

Für manche mag es der “Lärm” sein (ich meine, bei der Abstimmung ging es nur um die Imobilie Minaret, aber ich bin nicht sicher, was alles damit verbunden ist), der von dem Minaret ausgeht. Also erstens ist es nicht direkt Lärn, sondern ein Ruf zum Gebet in Arabisch. Daran gewöhnt man sich, genau wie man sich an die Kirchenglocken gewöhnt. Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen, denn 3 Häuser weiter steht eine Moschee und auf den Philippinen sind die Gebetsrufe nicht leise! In diesem Augenblick Ruft der Iman…

Ein gutes Argument für ein Verbot ist, das Minarate nicht so recht in die Landschaft und die schönen schweizer Städte passt. Und rein aus ästetischen Gesichtspunkten mag es auch stimmen. Hier eine Frage, die dieses Argument allerdings abschwächen kann: Passen Windkrafträder in die Landschaft?

Ich möchte hier aber bitte nicht falsch verstanden werden. Auch will ich mich nicht in die Diskusion mit einmischen, sondern nur meine Gedanken äussern. Meine persönliche Meinung ist, das Kirchen mit ihren Glocken und Minarete mit ihren Gebetsrufern in einem Land mit Religionsfreiheit ihren Platz haben. Aus meiner Sicht, ist es falsch Minarete zu verbieten.

Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht einseitig sein. Viele Muslime regen sich wegen dem Verbot auf, und das ist verständlich. Allendings wird bei dem Ganzen oft vergessen, das in muslimischen Ländern Kirchen und Religionsfreiheit komplett verboten sind. Es sind also viele Muslime dabei sich über ein Minaretverbot in der Schweiz sich aufzuregen, während in ihren Herkunftsländern alles verfolgt wird, was nicht Muslim ist. Also auch ein Apell an Muslime: Bevor ihr ein Anstoss an der Schweiz nimmt, wie gehen Muslime mit andersgläubigen in muslimischen Ländern um?

2 comments on this
Comment by Micha
on Dec 05, 2009 at 06:20

Also ich muß dir im großen und ganzen Recht geben. Ich sehe es ziemlich ähnlich. Das einzige was ich noch hinzufügen möchte ist, dass wie du bereits erwähnt hast, in “muslimischen” Ländern eine Kirche nicht geduldet und Christen verfolgt werden ( Iran, Irak, usw.) Warum darf ein christlich geprägter Staat auch nicht mal NEIN sagen zu religiös anders Denkenden und einmal an die Toleranz von Muslimen appelieren statt hier in Deutschland immer nur an die Christen. Ist das nur ein Privileg von muslimischen Staaten die eigene Religion zuzulassen? Ich denke dies ist nicht immer nur eine Einbahnstrasse. Verständnis betrifft alle und nicht immer sollte nur einer nachgeben. Entweder es gibt Regeln für alle oder für keinen. Mein Wunsch wäre es dass sich dort eine Annäherung abzeichnet mit friedlichem Ausgang.

Comment by Micha
on Dec 08, 2009 at 00:33

Übrigens ist das Minaretverbot nicht gleichzustzen mit einem Religionsverbot.
Die Religionsfreiheit ist nicht eingeschränkt. Ein Gläubiger, welchen Glaubens auch immer benötigt keine Erinnerung zum Gottesdienst wie geartet auch immer ( z.B.Glocken). Das sollte auch so funktionieren.

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